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Was ist parametrisches Design?
Der Begriff „parametrisch“ ist ein mathematischer Begriff, der aus der Parametrischen Gleichung kommt. In dem Prozess benutzt man verschiedene Variablen oder Parameter, um das Ergebnis der Gleichung zu ändern.[1]
In Design wird als Tool verwendet, um eine interaktive Beziehung zwischen den Gestaltungselementen, z.B. Materialien, Farben, etc. um komplexe Geometrien und Strukturen zu entwickeln. Das bedeutet, dass wenn man, zum Beispiel, ein Muster für Textilien parametrisch entwickeln möchte, muss man sowohl feste als auch wandelbare Parameter legen. Diese Parameter werden entweder analog oder digital bearbeitet und analysiert, um verschiedene Varianten des Musters zu bekommen. Das klingt erstmal sehr einfach und übersehbar, aber um parametrisches Design richtig zu verstehen, muss man auch Mathematik, Geometrie und andere Computational Tools verstehen und gewisse Expertise und Erfahrung haben in dem Feld, wo man parametrisches Design anwenden möchte[2] oder zumindest sagt das Arturo Tedeschi, italienischer Architekt, Computational Designer und Schriftsteller[3],wenn er gefragt wird, was man braucht um parametrisches Design richtig anzuwenden.
Um die Datenverarbeitung durchzuführen gibt es zwei Hauptsystemtypologien und die Daten werden je nach System anders bearbeitet. Bei „Propagation-based“ Systemen wird ein Datenflussmodell von bekannten Daten zu unbekannten Daten berechnet, anderseits werden bei „Constraint Systems“ Daten in kleinen Sets bearbeitet, die in diskrete und kontinuierliche Beschränkungen gelöst werden.[4]
Die Anwendungen sind zahlreich, jedoch wird parametrisches Design sowohl in Architektur als auch in Stadt Planung sehr häufig angewendet und sogar als Stil bezeichnet: „Parametrismus“, der nach dem Modernismus, Postmodernismus, Dekonstruktivismus und Minimalismus eine systematische Innovation erstellt[5]. Es wird in der Schöpfung von Innenräumen bis zu Stadtmasterplänen. Und je größer das Projekt ist, desto höher ist die Kapazität des Parametrismus, detailliertere Planung zu generieren, weil in großen Projekten eine höhere Informationsdichte in das Datenflussmodell einfließt.
[1] FRAZER, John Hamilton. Parametric Computation: History and Future. Published 2016. DOI:10.1002/AD.2019
[2] https://thearchiologist.com/podcast/arturo-tedeschi
[3] http://www.arturotedeschi.com/wordpress/
[4] Woodbury, Robert; Williamson, Shane; Beesley, Philip (2006). "Parametric Modeling as a Design Representation in Architecture: a process account". Cumulative Index of Computer Aided Architectural Design
[5] Schuhmacher, Patrik. Parametricism - A New Global Style for Architecture and Urban Design. AD Architectural Design - Digital Cities, Vol 79, No 4, July/August 2009

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